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WAS BEDEUTET CO-HOUSING? KOLLEKTIVE WOHNUNGSSTRATEGIEN IN SPANIEN

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Das Konzept "Kollektives Wohnen" bezeichnet einerseits eine oder mehrere Bebauungen, die aus mehreren Häusern bestehen, von denen jedes von einer Familie bewohnt wird. Der Begriff hat sich im Laufe der Zeit gewandelt, um diejenigen Wohnungen zu definieren, die von mehreren Menschen gemeinsam genutzt werden, ohne dass eine vertraute Beziehung zwischen ihnen besteht. Es können Wohnungen aller Art sein, von eingeschossigen Einheiten bis hin zu Duplex, denn was sie als "kollektiv" definiert, ist die Art der Beziehung zwischen Bewohnern und den Räumen, in denen sie stattfinden.

 

Andererseits definiert der Begriff Co-Wohnen ein besonderes Lebenssystem, das in Nordeuropa sehr beliebt ist und stark von den nordischen Wohntraditionen beeinflusst wird. Diese Initiativen zielen darauf ab, Wohnprojekte zu schaffen, die den Schwerpunkt auf Gemeinschaft, Interaktion und Unterstützung der Nachbarschaft legen.

 

Wohnen ist ein Grundbedürfnis, und trotz der spanischen Krise ist der Preis wieder gestiegen. Die Mietkosten, insbesondere in Großstädten, erreichen für die Millionen junger Menschen, die ihre Unabhängigkeit bewahren wollen, ein unerschwingliches Niveau. Deshalb interessieren sich immer mehr Menschen für diese Art von Wohnprojekten.

Co-housing: A communal project that allows for high creativity 

When creating a collective housing project, the stakeholders are associated in a cooperative and the decisions are made together with the architect in an open and unusual way.  This is not only about a building to be built, it is about building the base of a horizontal and autonomous community.

 

Spaces such as community gardens, workshop areas and landscaped courtyards opened to the neighborhood, are often added to the homes that each of the families will occupy. Conceiving buildings as mediation tools enables the architect to deal not only with formal issues, but also to seek the intangible qualities of the building, such as the connection with the environment or the rise of the creativity of its owners and tenants.

 

Many collective housing projects are committed to minimize energy consumption and also to promote renewable energy and other ecological strategies. The goal is to reduce the environmental impact of the building, the use of toxic materials and the volatile organic compounds.

Co-housing: A popular strategy among our northern neighbors 

Obwohl es für uns seltsam klingt, ist dieses System in den skandinavischen Ländern recht verbreitet. 10% der dänischen Immobilien wurden in drei Jahrzehnten in Gemeinschaftswohnungen umgewandelt. Im Bezirk Kreuzberg, in Berlin, gibt es mehr als 200 Co-Unterkünfte.

 

In Spanien sind der Preis und der Mangel an Bauland ein Problem. Die Gesetze sind noch nicht geklärt, insbesondere in Bezug auf die Figur Mitbewohner als Möglichkeit, gemeinsam zu leben, aber einige Verwaltungen arbeiten daran, sie in ihre Vorschriften zu integrieren. In Madrid, País Vasco, La Rioja und Barcelona gibt es bereits einige formelle Genossenschaften, die in diese Richtung arbeiten. Diese Ausnahmen sind die Unterstützung von Banken, einer großen Anzahl von Fachleuten, Architekten und Stadtplanern, die sie im Laufe der Jahre beraten.

 

In einem Viertel Madrids, Las Carolinas genannt, errichtet die Genossenschaft Entrepatios ein gemeinsames Wohngebäude, in dem 17 Familien untergebracht werden sollen. In Barcelona entsteht im Stadtteil Santis das Gebäude der Genossenschaft La Borda. In diesem letzten Fall wurde das Land vom Rathaus für 75 Jahre an die Bauherren (die Familien) übertragen. Auf diese Weise wird die Spekulation blockiert: Die Partner dürfen die Wohnung nicht über den vereinbarten Preis verkaufen oder vermieten.

 

Anlässlich der MCH 2017 haben wir den Architekten und zukünftigen Bewohner des La-Borda-Komplexes, Cristina Gamboa, eingeladen, uns als Gastprofessor der Co-Housing-Werkstatt unter der Leitung der Professoren Josep María Montaner und Zaida Muxi ihr Projekt zu erläutern.

 

Kollektiver Wohnungsbau ist eine der Antworten der Menschen auf den Wohnungsblasencrash in Spanien, der vielleicht nicht die letzte ist. Immer mehr Genossenschaften suchen nach ethischen, verantwortungsvollen und ökologischen Wohnprojekten und Städten.

 

Die folgenden Bilder fassen einige Projekte der MCH-Teilnehmer am Co-housing Workshop 2017 zusammen:

Co-housing-Projektbilder, die aus:

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